Corinna C. Poetter

Corinna C. Poetter

Autorin

 

Corinna C. Poetter hat Germanistik und Filmwissenschaften studiert, ihren Master of Arts in Neuseeland gemacht und arbeitet seitdem im Film- und Fernsehgeschäft als Autorin und Produzentin. Jukli oder wie ich einen kleinen Esel an der Backe hatte und nicht mehr loswurde“ ist ihr Debütroman.

 

 

Jukli oder wie ich einen kleinen Esel an der Backe hatte und nicht mehr loswurde

 

Flora lebt mit ihrer Mama und ihren zwei älteren Brüdern in einer heruntergekommenen Hochhaussiedlung am Rande der Stadt. Sie verbringt mehr Zeit draußen als in der Schule – aber ganz bestimmt nicht, weil sie sich so gerne in der Natur aufhält. Denn Flora wird gemobbt und reagiert darauf entweder mit Boxen oder Abhauen oder beidem. Als sie bei einer ihrer Fluchtaktionen in der verlassenen Schrebergartensiedlung auf eine seltsame alte Frau und ihre beiden Riesenesel trifft, ahnt sie noch nicht, dass sich ihr Leben ab diesem Tag schlagartig ändern wird: Mit dem störrischen Eselfohlen Jukli im Schlepptau erfährt Flora auf einem Roadtrip quer durch Frankreich viel über Familienbande, die Kultur der Roma, über Esel und erstaunlicherweise auch über sich selbst.

 

Magellan
208 Seiten
ISBN 978-3-7348-4743-1
Gebundene Ausgabe
15,00 €

ab 10 Jahre

 

Jukli oder wie ich einen kleinen Esel an der Backe hatte und nicht mehr loswurde
Begründung der Jury

Die Kalderari Mamou wird für die explosive Flora zu einer Ersatzomi, die das Leben der Ich-Erzählerin verändert. Denn Mamou und Autorin Corinna C. Poetter trauen der Hauptfigur mächtig viel zu, selbst eine Hunderte km lange Reise mit einem Eselfohlen nach Westfrankreich. Es wird eine Reise, die an und über die Grenzen des pummeligen Mädchens geht, die ihr aber Selbstbewusstsein gibt – und Poetter hält die Höhenflüge und Tiefschläge, die kathartischen Auseinandersetzungen mit Esel Jukli, den Kampf mit Egoismus, Nähe und Vertrauen und das Einstellen auf neue Bekanntschaften authentisch fest, ohne zu beschönigen. Die Leser.innen sind sehr dicht bei Floras Genervtheit, ihrer Wut, ihrer Freude und dem festen Willen, das Versprechen an Mamou zu erfüllen. All das ist eingebettet in wunderbar rotzig-zärtliche Schilderungen über das Zusammenleben mit chaotischen Brüdern, Schulstress, deutscher Vergangenheit, der Kultur der Roma, Zusammenhalt: ein Reifeprozess mit viel Emotion, Reflexion und Atmosphäre.

 


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